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Die Interessengruppe E-Health besteht aus klinischen Psychologinnen und Psychologen, die sich im Rahmen ihrer wissenschaftlichen und praktischen Tätigkeit mit Themen der Digitalisierung in der Klinischen Psychologie und Psychotherapie befassen.

E-Health: Technologie-basierte und IT-unterstützte psychologische Interventionen zur Gesundheitsförderung, der Prävention und Therapie psychischer Störungen und körperlicher Erkrankungen

Der Einsatz neuer Medien zur Diagnostik, Gesundheitsförderung und Behandlung bei psychischen Störungen und körperlichen Erkrankungen stellt eine innovative Möglichkeit dar, die Versorgungsqualität unseres Gesundheitssystems weiter zu verbessern. Die Forschung zu Internet- und mobile-basierten Interventionen (IMIs), virtuellen Realitäten und künstlich-intelligenten Systemen zählt in der letzten Dekade zu den produktivsten Forschungsbereichen innerhalb der Psychotherapieforschung. E-Health-Ansätze werden als vielversprechende Technologie-basierte Lösungen zur Erweiterung und Optimierung von Gesundheitsangeboten sowohl in verschiedenen Stadien der Gesundheitsförderung und Behandlung (Aufklärung, Prävention, Diagnostik, Behandlung und Rückfallprophylaxe) wie auch diversen Beratungs- und Behandlungssettings (ambulant, (teil-)stationär, BGM) diskutiert. IMIs beziehen sich auf ein heterogenes Gebiet von Maßnahmen, die von therapeutisch begleiteten oder auch unbegleiteten Selbsthilfeinterventionen, über verzahnte online/offline-Angebote („blended therapy“) bis hin zu synchronen Online-basierten Intervention z.B. via Videokonferenz reichen. Neben IMIs wird auch die Möglichkeit der Nutzung von Virtueller Realität und künstlich-intelligenten Systemen die (digitalisierte) Gesundheitsversorgung der Zukunft maßgeblich verändern. Mittlerweile besteht eine sehr umfassende Evidenzlage zur Wirksamkeit und Kosteneffektivität Technologie- und IT-basierter Interventionsansätze in Bezug auf verschiedenste psychische Problemlagen und Störungen, Gesundheitsverhaltensweisen und körperliche Erkrankungen. Von besonderer Bedeutung ist dabei nicht nur die Frage, ob, sondern auch weshalb E-Health-Angebote wirken. Zudem ist die Untersuchung relevanter Subgruppen mit spezifischen Risikoprofilen und besonderen Behandlungsanforderungen von hoher Bedeutung. Ein wichtiger Meilenstein für die Implementierung dieser digitalen Interventionen in unsere Gesundheitsversorgung wird darin bestehen, technische und organisatorische, sowie datenschutz-, berufs- und sozialrechtliche Rahmenbedingungen und Qualitätskriterien festzulegen, um eine ausreichende Behandlungssicherheit zu gewährleisten. Im Bereich der Technikentwicklung gilt es aber auch gesellschaftliche und ethische Aspekte der Digitalisierung unserer Gesundheitsversorgung aufzugreifen und kritisch zu hinterfragen.

Die Interessensgruppe hat zum Ziel:

  1. Vernetzung und Kommunikation unter Fachgruppenmitgliedern mit Forschungs- und/oder Praxisschwerpunkt im Bereich E-Health.
  2. Systematisierung des breiten und heterogenen Feldes psychologischer E-Health-Interventionen zur Prävention und Behandlung psychischer Störungen und körperlicher Erkrankungen sowie zur Verbesserung des Gesundheitsverhaltens.
  3. Verbreitung der umfassenden Expertise der Fachgruppe in diesem Bereich, z.B. im Rahmen von Satelliten-Symposien auf Kongressen benachbarter und komplementärer Fächer, durch Stellungnahme und der Beteiligung an Task-Forces, Gremien etc. Unterstützung der Translation von Forschungsergebnissen in die Versorgungspraxis und in Gesundheitsinstitutionen sowie in die Aus- und Weiterbildung.
  4. Etablierung als zentraler Ansprechpartner für Stakeholder (Ministerien, Leistungsträger, Leistungserbringer, Fachgesellschaften, Patientenvertretungen etc.) im Bereich der Digitalisierung im Gesundheitswesen; Interessensvertretung der Fachgruppe in der Zusammenarbeit mit weiteren Fachgruppen und Gesellschaften.
  5. Gewinnung neuer Fachgruppenmitglieder durch aktive Dissemination der umfassenden Tätigkeit und damit einhergehender erhöhter Sichtbarkeit der Fachgruppe und ihrer Tätigkeiten.
  6. Bildung einer Plattform für den notwendigen interdisziplinären Austausch mit komplementären Fachbereichen (z.B. Informatik, Medien Design, Medizin, Rechtswissenschaften, Betriebs- und Volkswirtschaft, Public Health und Versorgungsforschung etc.).
  7. Förderung der Entwicklung von Qualitätskriterien für die Erforschung, die Interventionssicherheit, die Indikationsstellung und die Implementierung von E-Health Interventionen.

Gründungsmitglieder in alphabetischer Reihenfolge: Harald Baumeister, Matthias Berking, David Ebert, Severin Hennemann, Gitta Jacob, Corinna Jacobi, Christine Knaevelsrud, Lena Krämer, Jiaxi Lin, Andreas Maercker, Andreas Mühlberger, Thomas Probst, Lasse Sander, Rüdiger Zwerenz.

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