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Präambel

Vor der Überführung der Diplomabschlüsse in eine Bachelor-/Masterstruktur im Rahmen der Bologna-Reform wurde für die Ausbildung zum/zur Psychologischen Psychotherapeuten/in ein universitärer Diplomabschluss in Psychologie verlangt, der das Fach Klinische Psychologie umfasste. Für die Ausbildung zum/zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten/in wurde über dies hinaus auch zur Ausbildung zugelassen, wer ein Diplom in Pädagogik oder Sozialpädagogik an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule erlangt hatte.

Seit Einführung der Bachelor-/Masterstudiengänge und der damit einhergehenden Flexibilisierung der Studienlaufbahnen und -abschlüsse sind zunehmend Unklarheiten darüber aufgetreten, welche Studiengänge für die Ausbildung zum/zur Psychologischen Psychotherapeuten/in bzw. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten/in qualifizieren.

Vor diesem Hintergrund haben wir nach bestem Wissen Informationen und Antworten zu häufig gestellten Fragen zur aktuellen Handhabung der Zugangsvoraussetzungen zur Psychotherapieausbildung zusammengestellt und bemühen uns dabei fortlaufend um zeitnahe Aktualisierung (letzte Überarbeitung: 03. September 2012).


Zulassungsvoraussetzungen für die Ausbildung in Psychologischer Psychotherapie

Die aktuelle Gesetzesgrundlage - das Psychotherapeutengesetz - fordert als Zugangsvoraussetzung für die Ausbildung zum/zur Psychologischen Psychotherapeuten/in eine im Inland an einer Universität oder gleichstehenden Hochschule bestandene Abschlussprüfung im Studiengang Psychologie, die das Fach Klinische Psychologie einschließt, bzw. einen gleichwertigen im Ausland erworbenen Studienabschluss (§ 5 Abs. 2 PsychThG).

In der Praxis wird aktuell von den Landesprüfungsämtern in der Regel eine Kombination von einem Bachelor und einem Master in Psychologie als Zugangsvoraussetzung für die Ausbildung zum/zur Psychologischen Psychotherapeuten/in verlangt (konsekutiver Bachelor-/Masterstudiengang Psychologie), in dem das Fach Klinische Psychologie/Psychotherapie enthalten ist. Dabei weisen einige der Behörden (Landesprüfungsämter) darauf hin, dass sowohl der Bachelor als auch der Master an einer Universität erworben sein müssen (Anmerkung: dies bezieht sich auf den Gesetzestext).

Weiterhin wird dabei meist verlangt, dass ein bestimmter Fächerkanon im Bachelor- und/oder Masterstudiengang enthalten sein muss. Dazu gehören meist folgende Module:

  • Allgemeine Psychologie
  • Biologische Psychologie
  • Psychologische Methodenlehre
  • Entwicklungspsychologie
  • Sozialpsychologie
  • Psychologische Diagnostik
  • Differentielle Psychologie / Persönlichkeitspsychologie
  • Klinische Psychologie (und Psychotherapie)

Manche Prüfungsämter verlangen zudem, dass die Gesamtstudienzeit mindestens neun Semester umfassen muss, wobei bei Nachweis aller Inhalte, v.a. bei ausländischen Studiengängen, auch schon Bewerber mit kürzerer Studiendauer zugelassen wurden.

Wir weisen jedoch darauf hin, dass diese administrativen Regelungen keine klare Rechtsgrundlage haben, und dass der Zugang in den Bundesländern teilweise unterschiedlich gehandhabt wird. Nähere Auskünfte hierüber erhalten Sie beim Landesprüfungsamt des Bundeslandes, in dem sich das Ausbildungsinstitut, bei dem Sie sich bewerben möchten, befindet (Liste der Landesprüfungsämter).


Hier finden Sie Antworten zu häufig gestellten Fragen zur aktuellen Handhabung der Zugangsvoraussetzungen zur Psychotherapieausbildung.

Darüber hinaus sind hier Antworten zu häufig gestellten Fragen zur Ausbildung und Beruf des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten zusammengestellt.